Mittel
Programmierparadigmen
Imperativ, deklarativ, funktional, objektorientiert – wann passt was?
Warum Priorität „Mittel"? Gelegentlich Teil der Prüfung (40–59%). Verstehen, aber nicht überinvestieren.
Lernziele
- Imperativ, deklarativ, prozedural, OO, funktional und logisch unterscheiden
- Typische Sprachen den Paradigmen zuordnen
- Multiparadigmatische Sprachen einordnen
Überblick
- Imperativ: Schritt-für-Schritt-Anweisungen mit veränderlichem Zustand (C, Pascal).
- Prozedural (Unterart imperativ): Gliederung in Prozeduren / Funktionen (C).
- Objektorientiert: Kapselung, Vererbung, Polymorphie (Java, C#, C++).
- Deklarativ: beschreibt das «Was", nicht das «Wie» (SQL, HTML).
- Funktional (Unterart deklarativ): reine Funktionen, Immutability (Haskell, F#, Lisp, Teile von JS).
- Logisch: Fakten + Regeln, Inferenz durch die Laufzeit (Prolog).
Beispiele
sqldeklarativ (SQL)
SELECT name FROM kunden WHERE plz = '10115';javaobjektorientiert (Java)
class Kunde {
private String name;
public Kunde(String name) { this.name = name; }
}Stolperfallen
- OOP ist nicht automatisch deklarativ – meist imperativ.
- SQL ist deklarativ, PL/SQL aber prozedural.
- «Funktional» heißt nicht «Funktionen benutzen» – es bedeutet reine Funktionen ohne Seiteneffekte.
Übungen
Eine AntwortWelches Paradigma beschreibt SQL am besten?
Eine AntwortProlog gehört zu welchem Paradigma?